Aspekte des Stadtklimas



Die nachfolgenden Texte, Bilder und Erläuterungen sollen ihnen einen kleinen Einblick in die Vielfältigkeit des Stuttgarter Stadtklimas geben. Zu Beginn werden die klimatischen Verhältnisse der Stadt Stuttgart kurz vorgestellt.

Weitere Themengebiete sind die Rolle des Nesenbachtals als wichtigste Belüftungsachse, die Kaltluftentstehung auf der Filderebene, die Probleme der Bebauung, das Bioklima, die Bildung von Inversionen und Belastungen durch Schadstoffe, Lärm und Smog.


Abb. Ströme kalter Frischluft in den Stuttgarter Talkessel

Klimatische Verhältnisse von Stuttgart:

Das Klima eines Ortes wird bestimmt durch seine geographische Breite, den Einfluß ozeanischer oder kontinentaler Luftmassen, die Höhenlage, die Art des Untergrundes, die Geländegestalt und die Veränderung der Landschaft durch den Menschen. Das Klima von Stuttgart ist geprägt durch seine großräumige Lage im Neckarbecken, abgeschirmt durch den Schwarzwald im Westen, die Schwäbische Alb im Süden, den Schurwald im Osten und das Strom- und Heuchelberggebiet im Nordwesten. Diese Lage hat einen großen Einfluß auf alle Klimaelemente, wie Strahlung, Lufttemperatur, Luftfeuchtigkeit, Niederschlag und Wind.

Das Stadtklima von Stuttgart wird hauptsächlich durch die spezifische Kessellage der Stuttgarter Innenstadt in einer Keupersenke (ca. 240 m ü. NN) bestimmt. Dieser öffnet sich nach Nordosten. Die anderen Seiten bilden bewaldete Höhenzüge (bis ca. 500 m ü. NN). Die Frischluftzuströme verlaufen über bodennahe Kaltluftbahnen, wie z.B. das Kaltental oder das Nesenbachtal.

Der Schadstoffabtransport verläuft dann in der Hauptwindrichtung nach Nordosten. Die verunreinigte Luft verlässt den Talkessel in Richtung Neckartal. Die oben stehende Grafik verdeutlicht die Komplexität der Frischluftzuströme in den Stuttgarter Talkessel. Je größer und dicker die Pfeile sind, desto stärker wehen die Winde.