Namibia-Exkursion 2007

Landschaft & Geologie - Landschaftseinheiten Namibias

Feuchtsavanne

Die Feuchtsavanne stellt den Übergangsraum zwischen Trockensavanne und tropischem Regenwald dar. Die Regenzeit kann hier acht bis zehn Monate dauern, dabei fallen 1100 bis 1500mm Niederschlag im Jahr. In der Feuchtsavanne ist eine Vegetation von Sträuchern, Wäldern an Flüssen und ein hoher Grasbewuchs anzutreffen.

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Trockensavanne

Trockensavanne
Trockensavanne

In der Trockensavanne herrschen 5-7½ aride Monate im Jahr. Hier können Niederschläge von 500-1100mm im Jahr fallen. Es überwiegen Busch- und Grasformationen, teils sind schirmkronige Bäume anzutreffen. Die Trockensavanne liegt im Übergangsraum zwischen Feucht- und Dornstrauchsavanne.

Trockensavanne
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Dornstrauchsavanne
Dornstrauchsavanne

Die Dornstrauchsavanne ist der Übergangsraum zur Wüste. Hier herrschen 7-10 aride Monate im Jahr. In der Regenzeit kommt es zu Niederschlägen mit 200-700mm. Sie ist ein von Dornsträuchern unterschiedlicher Größe besiedeltes wechselfeucht-tropisches Gebiet, Bäume sind hier eher selten anzutreffen. Die Bodenschicht ist nach vorhergehenden Niederschlägen von einer lichten Grasvegetation bedeckt.

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Edaphische Savanne

Hier bestimmt der Boden den Bewuchs. Staunässebeeinflusste Substrate (z.B. Vertisole) sind für tiefwurzelnde Bäume hinderlich wegen des ungünstigen Gasaustausches.
Die Edaphische Savanne kommt ebenfalls auf feinkörnigen, wasserdurchlässigen Böden (z.B. vulkanische Aschen Andosol) vor. Gräser können hier dicht wurzeln und verbrauchen das einsickernde Wasser, bevor es tiefere Holzwurzelschichten erreicht.

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Steppenzonen

Die Steppenzonen sind baumarme bis baumfreie Vegetationsformationen, deren Bewuchs von Gräsern bestimmt ist. In den Subtropen stellen sie den Übergang zu den Wüsten dar. Geringe Jahresniederschläge von 400-600 mm sind hier vorherrschend. Die Vegetation richtet sich nach dem Niederschlag. Eine hohe Bodenerosion geht mit der Zerstörung durch Rodung, Brandlegung, Getreideanbau und Weidewirtschat einher. Die Folge ist die Desertifikation, der Boden ist wie plombiert und nur aufwendig wieder zu beleben.

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Halbwüsten
Halbwüste

Übergangraum zwischen Savanne oder Steppe und Wüste. Geprägt sind die Halbwüsten vom Vegetations-, Niederschlags-, und Bodenwassermangel. Es besteht nur diffuser Bewuchs. Lockere krautige Vegetation, Holzgewächse, Halbsträucher und Sukkulenten sind hier anzutreffen.

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Wüsten
Wüste

Die Wüsten sind vegetationsarm bzw. –los, was durch Wärme, Trockenheit oder Kälte bedingt ist. Es existieren Wärme- und Kältewüsten, die Trockenwüste, Kern- und Randwüsten, an letztere schließen sich die Wüstensteppen oder –savannen an.

Wüste
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Wüsten nach Substraten:

Hamada >> Felsschuttwüste
Serir >> Kieswüste, Geröllwüste
Erg >> Sandwüste, Dünenwüste

Wüste
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[Geomorphologische Großgliederung Namibias >>]

erstellt 2007 von Julia Böhnisch

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